Wenig Eingewöhnungszeit bekam das Judo Team Wängle nach der 9 wöchigen Sommerpause. Diese ersten zwei Trainingseinheiten dienten lediglich einer kurzen und effektiven Wettkampfvorbereitung. Gleich am ersten Wochenende lud der Liechtensteiner LV zur 13. offenen Liechtensteiner Landesmeisterschaft ein. Gleich fünf Wängler Judoka meldeten sich spontan an. Für das Wängler Judoteam war es eine echte Herausforderung das Judojahr gleich mit einem Wettkampf zu starten. Vertreten waren in diesem Jahr Kämpfer aus insgesamt 6 Nationen, wobei viele schon wieder im Trainingszyklus waren.
Feuer und Flamme war Leni Günther. Die gerade 6-Jährige ist eine echte Judokämpferin und würde sofort zu jedem Turnier fahren. Allerdings gibt es offizielle Altersgruppen erst in dem Jahr in dem die Judoka sieben werden. Trotzdem konnte der Veranstalter eine Gruppe in Lenis Gewichts-und Altersklasse zusammenstellen. Dort traf sie zwar auf ausschließlich männliche Gegner, was für Leni aber keine Rolle spielte. Souverän warf sie den ersten Kämpfer einige Male auf die Matte und konnte nach Punkten gewinnen. Später musste sie sich knapp geschlagen geben und konnte sich über eine gute Silbermedaille freuen.
Fenja Konzmann zeigte sich ehrgeizig und zuversichtlich mit ihrem Ziel, die Goldmedaille, zu erkämpfen. Fenja ist mittlerweile so routiniert, dass ihr kaum noch Fehler passieren. Besonders stark war ihr Auftritt im Bodenkampf. Die Techniken und Wege, wie sie die Judoka umdrehte ließen die Gegnerinnen und Gegner chancenlos. Ihre Befreiung aus der Beinklammer war technisch makellos. Eine sehr souveräne Goldmedaille für Fenja.
Samuel Lokin fehlt auf keinem Turnier. Im letzten Jahr zeigte Samuel eher weniger konstante Judoleistungen; war oft ideenlos und wenig kreativ. Die Sommerpause brachte ihm sichtlich frische Power und Konzentration. Bereits in den Trainings zuvor wirkte Samuel fokussiert. Leider traf er im ersten Kampf auf den Teamkollegen Ivan Apukhtin, gegen den er verlor. Im weiteren Verlauf warf Samuel einen tollen Tani-otoshi, der ihm leider erst in der nächsten Altersklasse Punkte bringen wird. Trotzdem besiegte er den später Erstplatzierten in letzter Sekunde und konnte sich die Bronzemedaille sichern.
Ivan Apukhtin kämpfte insgesamt ein souveränes Turnier. Sein Ziel Uchi-Mata hatte er vor Augen, allerdings war sein Lieblingsgriff in Liechtenstein nicht erlaubt. Somit konnte er keinen Kuzushi (Gleichgewichtsbruch) aufbauen, gelang zu dicht an den Gegner und wurde im Finale gekontert. Trotzdem freute er sich über seinen zweiten Platz.
Daniel Mustafa hat erst im November 2025 Judo angefangen und ist im Prinzip immer noch ein Neuling. Seine Alters-und Gewichtsklasse zeigt sich eher gnadenlos. Daniel hat ein ehrgeiziges Ziel vor Augen und will gewinnen. Durch regelmäßige Turnierteilnahmen lernt er das Kämpfen. Zwar schaffte es Daniel die Bewegungen des Gegners bereits zu lesen und zu reagieren, war diesmal noch körperlich unterlegen. Dennoch winkte am Ende des Tages eine Bronzemedaille für Daniel.
Herzlichen Glückwunsch zu diesem starken Auftakt.