Wängler Nachwuchsjudoteam räumt in Kirchberg ab

Zum vierten Mal hatte der JC Kirchberg zum jährlichen JuKi-Turnier eingeladen. Selbstverständlich stellte das Judo Team Wängle auch in diesem Jahr ein zehnköpfiges Wettkampfteam. Knapp 100 Teilnehmer aus 12 verschiedenen Tiroler Vereinen meldeten ihre Judoka um sich die begehrten Medaillen zu erkämpfen. Selbst die Allerjüngsten des JT Wängle, die noch außerhalb jeglicher Altersklassen kämpfen, zeigten sich Feuer und Flamme und wollten teilnehmen. Noch deutlich kleiner als ihre älteren Gegnerinnen ging die erst fünfjährige Leni Günther in den Wettkampf und schmetterte ihre Opponentinnen auf die Matte. Nur gegen eine Judoka musste sie sich letztlich geschlagen geben. Eine tolle Silbermedaille für Leni in der Altersklasse U8.

Ihr Teamkollege Olivier Goral möchte am liebsten bei jedem Turnier mitkämpfen. Auch er hatte schon ein wenig Kampferfahrung. Bei seiner ersten Begegnungen musste er sich noch einfinden und verlor leider knapp. Seinen letzten Kampf gewann er mit tosendem Applaus, nachdem er, vollkommen unerwartet, den Gegner mit einer Art Morote-seoi-nage bzw. Tai-otoshi über sich zog.  Ein toller Wurf und eine verdiente Silbermedaille für Olivier.

In der Wettkampfgruppe U10 war wie immer Fenja Konzmann am Start. Nach ihrer Silbermedaille in Rodeneck wollte sie an diesem Tag Gold gewinnen. Ihr Fokus war klar, Fehler passierten ihr diesmal keine. Sie schaffte es die Situationen immer optimal einzuschätzen und zu reagieren. Keiner konnte ihrem linkseingedrehtem Tai-Otoshi standhalten, der immer zum vorzeitigen Sieg Fenjas führte. Sie hatte ihr Ziel erreicht: Gold für Fenja.

Auch Yannick Huber kämpfte in diesem Jahr bisher jedes Turnier mit. In seiner, wie immer schwierigen Wettkampfgruppe, konnte er sich in sehr guter Form zeigen. Nachdem er die zweite Begegnung verlor war nur noch ein dritter Platz in Sicht. Sein Ko-soto-Gari verhalf ihm dabei sich aus der Trostrunde wieder aufzurappeln und mit dieser Technik souverän die Bronzemedaille erkämpfen. Eine harte Gruppe, aber ein starker, verdienter dritter Platz für Yannick.

Aufsteiger Mats Günther landete mit 100 Gramm zuviel Gewicht in der nächsthöheren Gewichtsklasse. Als sichtbar leichtester Kämpfer hatte er es schwer. Mats ist für ein gutes kämpferisches Durchhaltevermögen bekannt. Sein Ziel verliert er dabei nie aus den Augen. So schaffte er es sich mit einem sauberen Ko-soto-Gari ins Finale zu katapultieren. Dort musste er sich jedoch geschlagen geben, denn Mats Tani-otoshi wird leider erst ab der U12 gewertet. Starker Auftritt von Mats und eine wohlverdiente Silbermedaille.

Ferdinand Doppel konnte seinen ersten Gegner mit einem soliden Kesa-Gatame-Festhaltegriff besiegen. In den weiteren Begegnungen fehlte ihm ein wenig das Handwerkszeug und die Kreativität. Letztendlich konnte sich Ferdinand aber einen fünften Platz in einer vollbesetzten Gruppe sichern.

Ivan Apukhtin traf ein besonders hartes Los. Da es in seiner leichten Gewichtsklasse keine Gegner gab, musste er in die nächst schwerere Gruppe aufsteigen. Dort war Ivan, mit 5kg Unterschied, sichtlich das Leichtgewicht. Trotzdem schaffte er es seine gefährliche Kontertechnik mit O-Soto-Gari durchzusetzen und sich einen dritten Platz zu sichern.

Gabriel Gundolf konnte bei seinem ersten Kampf mit einem Kesa-Gatame-Sieg vorlegen. Mit seiner neuen Lieblingstechnik Koshi-guruma gelang es ihm in den weiteren Runden zu punkten. Sein Gegner im Finale machte es ihm schwer seinen Griff zu erarbeiten. Gabriel konnte seine gewohnten Techniken somit nicht durchsetzen und verlor das Finale. Trotzdem freute Gabriel sich über eine hart erkämpfte Silbermedaille.

Für Leonard Doppel war es der letzte Auftritt bei dem JuKi- Turnier. Ab dem nächsten Jahr wird er in eine höhere Altersklasse aufsteigen. In seinem ersten Kampf schaffte er es den Anweisungen der Trainerin genau Folge zu leisten. Dadurch gelang Leonard ein solider Kampf und ein souveräner Sieg. Leider konnte die Präzision und Standhaftigkeit nicht aufrechterhalten und  verlor die weiteren Kämpfe. Letztendlich durfte sich Leonard aber über die Bronzemedaille freuen.

Daniel Mustafa war für seine Trainer der Judoka des Tages. Keiner konnte ihn übertreffen und so vielseitiges Judo zeigen wie er. Von einem fantastischen Uchi-mata über Ko-soto- gari bis hin zum Tani-otoshi gewann er alle seine Kämpfe vorzeitig. Das stetige Training hat sich gelohnt und ein verdienter erster Platz für Daniel.

Herzlichen Glückwunsch!