Erfolgssträhne in Südtirol für das Judo Team Wängle

Zum Höhepunkt des Jahresturnierplans des Judo Team Wängle gehört die Teilnahme am internationalen Nachwuchsturnier des ASFC Rodeneck in Südtirol. Mittlerweile hat sich eine beachtliche Gruppengrösse von Judoka und ihren Eltern gebildet, die die kleine Judotour, inklusive Übernachtung und Programm, nutzen um nicht nur Judo zu erleben, sondern sich auch mit anderen Vereinsmitgliedern zu vernetzen. In Rodeneck waren am letzten Sonntag über 250 Judoka aus südtiroler Judoclubs gemeldet. Neben Osttirol war das Judo Team Wängle wieder einmal der einzige österreichische Verein auf dem Turnier. Mit insgesamt 12 Kämpfern machten sich die Wängler auf den Weg nach Mühlbach. Die erst 5-jährige Leni Günther kämpfte bereits ihr drittes Turnier. Sie bringt bereits eine beachtliche Konzentration und Durchhaltevermögen für den Judosport mit. Lenis O-Soto-Gari lässt ihre Gegner „abheben“. Durch Punkteunterbewertung, aber der gleichen Anzahl vom Siegen, gewann Leni eine starkerkämpfte Bronzemedaille in der Bambini 1 Gruppe.

Felix Haider zeigte großen Respekt vor seinem ersten Judoturnier. Zuvor konnte er allerdings schon Kampferfahrungen auf dem internen Judo Team Wängle Osterturnier sammeln. Mutig stellte er sich seinen südtiroler Gegnern und konnte gleich zwei Begegnungen gewinnen. Schlussendlich konnte sich Felix eine tolle Silbermedaille sichern.

Für seinen Teamkollegen Olivier Goral war es ebenfalls sein erstes richtiges Auswärtsturnier. Für den gerade 6-Jährigen war es klar, dass er unbedingt mitkämpfen wollte. Beherzt schaffte er es gleich seinen ersten Kampf mit O-Soto-Otoshi zu gewinnen. Ein motivierender Auftakt für den Wängler Judoka. Letztendlich konnte er sich mit dem 3. Platz belohnen.

Natürlich durfte Fenja Konzmann nicht fehlen. Als jüngere in der Bambini 2 Gruppe wollte dort erneut ihr Können unter Beweis stellen. Mit ihrem linkseingedrehten Tai-otoshi erwischte sie schnell ihre Gegner. Insbesondere im Bodenkampf schaffte sie es ihre Gegnerinnen zügig und routiniert umzudrehen und mit Kesa-Gatame festzuhalten. Ein kleiner Schrittfehler kostete ihr die Goldmedaille. Ein toller 2. Platz für Fenja.

Ihre judofanatische Teamkollegin Amelie Fasser wollte, nach ihrer Silberausbeute in St Gallen, unbedingt die Goldmedaille gewinnen. Ihr Fokus und ihre Konzentration war vorbildlich. Ihren harten Gegnerinnen ließ Amelie keine Chance. Sowohl im Stand- als auch im Bodenkampf dominierte sie die anderen Judoka. Letztendlich konnte sie ihr Ziel erreichen und konnte sich mit der Goldmedaille belohnen.

Mats Günther bleibt auf Goldmedaillen-Kurs. Er war einfach nicht zu stoppen und gewann alle seine Kämpfe beherzt. Mats versäumte keine Trainings und konnte das gelernte fantastisch umsetzen. Wieder ein erster Platz für Mats.

Yannick Huber startete bei den Bambini 2 und konnte gute Ansätze mit seinem De-Ashi-Barai zeigen. Leider wurde er mit einer verbotenen Technik geworfen, die zwar nicht für den Gegner gezählt wurde, aber Yannick an der Nase verletzte. Sein Ehrgeiz war ungebrochen und Yannick kämpfte das Turnier zu Ende. Eine Bronzemedaille für Yannick.

Nicht zu stoppen war Ivan Apukthin. Wieder zeigte er wie routiniert und abgeklärt er kämpfen konnte. Ivan hat ein großes Repertoire von verschiedenen Techniken, die er anwenden kann. Ivan gewann alle seiner Begegnungen stark. Eine verdiente Goldmedaille.

Trainingspartner und Vereinskamerad Gabriel Gundolf gehört zur Startaufstellung des Vereins. Es gibt kein Turnier, das er nicht mitkämpft. Während des Turniers konnte er sich kontinuierlich steigern. Nur im Finale hatte er Pech nachdem Gabriel wegen einer kleinen Punktewertung, durch Yuko, verlor. Dafür glänzte eine souverän erkämpfte Silbermedaille um Gabriels Hals.

Samuel Lokin hat wahrscheinlich das gelassenste Turnier gekämpft. Für ihn gilt es jetzt eine Wettkampfroutine zu finden um seinen Gegner Druck zu machen. Seinen linken Tai-otoshi probierte er immer wieder durchzusetzen. Seine starken Gegner standen sichtlich schon länger auf der Wettkampfmatte als Samuel. Seine Standhaftigkeit bescherte ihm trotzdem die Bronzemedaille.

Daniel Mustafa ist erst seit letztem Herbst Mitglied im Judo Team Wängle. Er versäumt weder ein Training noch ein Turnier. Obwohl Daniel immer schwere Gegner hat, die über jahrelange Judoerfahrungen verfügen, ist Daniel Ehrgeiz kaum zu toppen. Letztendlich unterlag er zwei Orangegurten, gewann aber eine Menge Wettkampferfahrungen. Daniel konnte sich tatsächlich die Bronzemedaille sichern.

Anais Huber zeigt wie gewohnt Standhaftigkeit und Wettkampfehrgeiz. Sie weiß, wie schwierig man sich in der U14 und neuer Gewichtsklasse wieder von ganz unten nach ganz oben kämpft. Für Anais waren es gute, aber harte Kämpfe, in denen ihr kaum Fehler passierten. Schlechtes Judo von Gegnerinnen kosteten ihr den Sieg. Allerdings konnte sich Anais über den 3. Platz freuen.

Herzlichen Glückwunsch an das Judo Team Wängle und zu deren tollen Leistungen.