Für das JudoTeam Wängle war es wieder ein spannendes Judo-Wochenende. Erstmals ging es für das Wängler Trainerteam auf das legendäre internationale Ranking Turnier 1000 in St. Gallen, Schweiz. Mit insgesamt knapp über 1000 gemeldeten Judoka aus 13 verschiedenen Nationen wurde an diesem Wochenende auf insgesamt 7 Wettkampfmatten gekämpft. Neben der beeindruckenden Größe des Athletik Zentrums St. Gallen spiegelten Coaching Zonen, Aufwärmtatami und einem strikten Reglement die Professionalität und Niveau des Turniers wieder. Die ausgeschriebene Allgemeine Klasse bzw. Masterkategorie ließ auch bei den Judo Team Wängle Trainern das Wettkampffieber ausbrechen. Bereits am Samstag reiste das Trainerteam, Alois „Luis“ Greunz, Sylvia Konzmann und Claude Gilli-Huber an um, nach Jahren der Wettkampfpause bzw. als Wettkampfdebüt, um ihren Schützlingen zu zeigen, dass auch sie kämpfen können.
Assistenztrainerin Claude fehlte in ihrer zweieinhalbjährigen Judo-Laufbahn eine Wettkampferfahrung in ihrem Judo-Repertoire. Als Hobbysportlerin und Turnierbetreuung angefangen assistiert sie mittlerweile den Kleinsten im Training.
Tatsächlich hat sich aller Mut und Trainingsaufwand gelohnt. Claude schaffte es die gelernten Bodentechniken Kesa- und Mune-Gatame bei ihrer Gegnerin durchzusetzen und festzuhalten. Keine Chance für die Opponentin dort zu entkommen. Letztendlich schaffte es Claude gegen routinierte, langjährige Judoka zu gewinnen und sich eine unglaubliche Silbermedaille zu erkämpfen. Eine absolut starke Leistung, die Respekt verdient.
Obfrau und Trainerin Sylvia Konzmann hatte das letzte Mal vor ca. 3 Jahren auf den Tiroler Meisterschaften gekämpft. Trotz alter Wettkampfverletzungen ließ sie es sich nicht nehmen ihrer Teamkollegin moralische Unterstützung zu geben - allerdings nicht als Coach sondern eher unter dem Motto „Wir sind ein Team“. Nach einer unnötigen und knappen Niederlage im ersten Kampf, gewann sie wieder Routine. Mit ihren Tokui-waza (Lieblingstechniken) Uchi-Mata und Seoi-otoshi war Sylvia wieder zurück auf der Matte. Schlussendlich konnte sie sich ebenfalls über den zweiten Platz freuen.
Trainer Luis sagte bereits vor fünf Jahren, dass er in den Wettkampfruhestand geht. Der Judowettkampf ist sogar in der Veteranenklasse bzw. hier Masterklasse noch hart, daher sollte man sich gut überlegen, wann es Zeit ist aufzuhören. Auch Luis, als ehemaliger Wettkämpfer, ließ sich in den Bann ziehen und wollte es nochmal wissen. Allerdings ist es auf der schweizer Tatami erlaubt bereits mit 23 Jahren bei den Masters mitkämpfen zu dürfen. In einer Gewichtsklasse voller junger, starker und aktiver Judoka warteten harte Begegnungen auf den der Wängler Trainer. Nachdem ihm der Gegner aus dem Festhalter entwischen konnte, unterlag Luis leider, nachdem er bei einer Shime-waza (Würgetechnik) aufgeben musste. Ebenso wurde er von einem deutlich schweren Gegner Sasae-Tsuri-komi-ashi geworfen. Letztendlich siegte seine jahrelange Wettkampferfahrung und er durfte sich über eine wohlverdiente Bronzemedaille freuen.
Eine starke Ausbeute für die Wängler Judo Coaches.
Herzlichen Glückwunsch!