Zum Jahresauftakt freuten sich die Kämpfer des Judo Team Wängle auf ihre erste Turnierteilnahme. Leider fielen etliche Wängler krankheitsbedingt aus. So machte sich ein eher kleines Team mit 6 Judoka auf den Weg nach Fieberbrunn. Am Pillersee‘r Nachwuchsturnier haben insgesamt 222 Judoka aus 15 Vereinen teilgenommen. In ihren neuen Altersklassen U10 starteten als Jüngste Fenja Konzmann und Yannick Huber. Beide standen bereits als 5 Jährige auf der Wettkampftatami und waren gut vorbereitet. Trotzdem gilt beim Judo meist: wer in eine neue Altersklasse kommt, der verliert erst einmal.
Fenjas linkseingedrehte Tai-otoshi Technik sowie der Kesa-Gatame Festhalter verhalfen ihr wieder einmal zu mehrfachen Siegen. Mit dieser Routine schaffte sie es sich in ihrem 9er Pool bis ins Finale vorzukämpfen. Erst dort verlor sie gegen die spätere Goldmedaillen-Gewinnerin, die darüberhinaus auch die Altersgruppe U12 gewann. Über eine starke Silbermedaille konnte Fenja sich freuen.
Yannick schaffte es mit einem starken Kesa-Gatame bis ins Halbfinale. Dort musste er sich gegen einen sichtbar größeren Gegner geschlagen geben. Trotzdem war es für Yannick ein guter Auftakt in seiner neuen Altersgruppe U10. Platz 5 für Yannick.
Ebenfalls in einer höheren Altersklasse U12 kämpften Gabriel Gundolf und Ivan Apukhtin. Für beide beginnt nun der „Judoernst“; ein höheres Niveau und Gegner, die sich langsam in Richtung Nachwuchskader vorbereiten. Insbesondere in den vollbesetzten Gewichtsklassen -27kg und -30kg wird hart um Medaillen gekämpft.
Gabriel fand in der ersten Sekunde seine Wettkampfform. Man konnte seine mentale und physische Vorbereitung gut erkennen. Gabriel war einfach nicht zu stoppen. Den Favoriten warf er in 2 Sekunden Waza-ari und so kämpfte er sich bis ins Finale. Erst dort wurde er bezwungen und verlor knapp. Gabriel beeindruckte seine Trainer mit Schnelligkeit, Reaktion, Koordination und Kampfgeist. Eine super starke Silbermedaille für Gabriel.
Ivan Apukhtin konnte seine Turnierform für die höhere Altersklasse noch nicht finden. Überrascht wurde er von den Kampfregeln, die in der U12 das hinübergreifen erlaubt, und verlor gleich gegen den Erstplatzierten. Auch seinen zweiten Kampf war Ivan technisch unterlegen. Ein schnelles Aus für den Wängler Kämpfer und für ihn enttäuschender Platz 5, aber ein neuer Fokus für das Vorbereitungstraining.
Hochmotiviert zeigte sich Kilian Huth bei seiner erst zweiten Turniererfahrung. Nachdem er auf dem Nikolausturnier in Wattens bereits die Bronzemedaille erkämpft hatte, wollte er unbedingt mehr. In einem Round- Robin- Kampfsystem standen ihm vier Kämpfe bevor. Mit seinem sehr stabilen Gleichgewicht und seiner bedachten Art gelang es Kilian zwei Begegnungen mit Tani-otoshi zu gewinnen; darunter sogar einen Orange-grüngurt mit ca. 3 Jahren Judo Erfahrung. Kilian verlor zwar zwei Kämpfe, konnte sich aber über eine starke, wohlverdiente Bronzemedaille freuen.
Endlich durfte Anais Huber wieder kämpfen. Für sie wurden im letzten Halbjahr einfach wenige Turnieroptionen angeboten. In ihrer neuen Altersklasse U14 wird Anais 2026 einen vollen Turnierplan haben. Bei ihrer ersten Kampfbegegnung zeigte sie Anlaufschwierigkeiten. Sie tastete sich heran, war zu defensiv und zeigte wenig kreatives Judo. Der Respekt vor den Kampfregeln trug sicherlich dazu bei, denn ab der U14 sind Würgen und Hebeln erlaubt. Im Finale konnte Anais vielfältiges Judo zeigen. Dort traf sie erneut auf ihre bekannte Gegnerin aus dem Zillertal. Anais war mit Richtungswechsel und einseitiger Fassart konfrontiert und meisterte es gut. Nichtsdestotrotz verlor sie das Finale, freute sich aber über den 2. Platz. Ein guter Einstieg für Anais.
Herzlichen Glückwunsch an die Judoka des Judo Team Wängle. Wir freuen uns auf die nächsten Turniere.